Bei strukturierten Brainstorming Sessions wissen Sie schon im Vorfeld genau, was Sie aus dem Meeting mitnehmen wollen. Die Lösungen oder Ideen, die die Teilnehmer einbringen werden, kennen Sie zwar nicht, aber Sie haben eine klare Vorstellung von Ihren Zielen. Dies hilft, das Meeting zu leiten und dafür zu sorgen, dass die Teilnehmer sich auf die anstehende Aufgabe konzentrieren.
Was man beim strukturierten Brainstorming vermeiden sollte
Trotz ihrer Stärken kann die strukturiertes Brainstorming Technik schnell in die Hose gehen, wenn Sie bestimmte Grundregeln nicht beachten. Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus Ihren Brainstorming Sessions ziehen können, haben wir eine Liste von Dingen zusammengestellt, die Sie beim strukturierten Brainstorming vermeiden sollten:
- Gehen Sie nicht mit einer bestimmten Lösung im Kopf in eine Brainstorming Session.
Diese Aussage ist eigentlich etwas irreführend. Zu Beginn einer Brainstorming Session können Sie eine bestimmte Lösung im Kopf haben, aber Sie sollten offen bleiben für andere, bessere Lösungen. Der Sinn eines Brainstormings ist das Auffinden möglicher Lösungen, Strategien usw. – Sie müssen für alle Möglichkeiten offen sein!
- Vermeiden Sie negative Sprache und Ausdrücke.
Erinnern Sie die Teilnehmer bei der Durchführung eines strukturierten Brainstormings daran, offen für neue Ideen zu sein. Die Teilnehmer sollten in der Lage sein, ihre Gedanken ohne jegliche Feindseligkeit mitzuteilen. Vermeiden Sie negative Kommentare, missmutige Blicke oder eine andere negative Körpersprache.
- Lassen Sie sich durch die Struktur nicht von guten Ideen abhalten.
Ein strukturiertes Brainstorming soll den Teilnehmern helfen, Ideen zu entwickeln, nicht sie zurückzuhalten. Während Sie ein Meeting leiten, stellen Sie vielleicht fest, dass sich das Gespräch von der von Ihnen geplanten Struktur wegbewegt. Wenn Sie denken, dass es nützlich sein könnte, weichen Sie ruhig vom Skript ab – so könnten Sie am Ende die zündende Idee finden!
- Kommen Sie nicht zu sehr vom Thema ab.
Dies geht Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt. Sie sollten zwar bereit sein, gelegentlich vom Programm abzuweichen, aber denken Sie daran, dass die Struktur aus einem bestimmten Grund vorhanden ist. Sie haben ein Ziel oder einen Zweck für die Brainstorming Session – weichen Sie nicht zu lange vom Kurs ab.
- Vermeiden Sie es, dass einige wenige Personen das ganze Gespräch führen.
Ein großer Vorteil des strukturierten Brainstormings besteht darin, dass Sie alle Beteiligten zu Wort kommen lassen können. Wenn Sie jedoch nicht aufpassen, können ein paar wenige dominante Persönlichkeiten trotzdem das ganze Gespräch übernehmen. Bemühen Sie sich, alle zu Wort kommen zu lassen – auch wenn das bedeutet, dass Sie die Teilnehmer namentlich ansprechen müssen, um sie um ihren Beitrag zu bitten.
Ein großer Vorteil des strukturierten Brainstormings besteht darin, dass Sie alle Beteiligten zu Wort kommen lassen können. Wenn Sie jedoch nicht aufpassen, können ein paar wenige dominante Persönlichkeiten trotzdem das ganze Gespräch übernehmen. Bemühen Sie sich, alle zu Wort kommen zu lassen – auch wenn das bedeutet, dass Sie die Teilnehmer namentlich ansprechen müssen, um sie um ihren Beitrag zu bitten.
Strukturiert oder spontan?
Nachdem wir nun die verschiedenen Arten des Brainstormings besprochen haben, bleibt noch eine Frage zu beantworten: Wann sollte ich die Methode des strukturierten Brainstormings einsetzen? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir zwei Arten von Aufgaben und Denkweisen unterscheiden – konvergente und divergente.
Eine konvergente Aufgabe hat eine bestimmte Lösung. Um diese Lösung zu finden, werden verschiedene Fakten und Alternativen in Betracht gezogen – dies wird als konvergentes Denken bezeichnet. (Die Teilnehmer nutzen die verfügbaren Informationen, um zu einer Lösung zu „konvergieren“.) Bei divergenten Aufgaben hingegen gibt es viele mögliche Lösungen. Die Teilnehmer überlegen sich eine Vielzahl von Optionen und wählen die am besten geeignete aus.
Was hat das nun mit Brainstorming zu tun? Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass sich divergentes Denken sehr nach spontanem Brainstorming anhört, denn das ist es im Grunde auch. Für divergente Aufgaben sollten Sie also spontanes Brainstorming verwenden. Konvergente Aufgaben hingegen erfordern ein wenig mehr Konzentration – hier kommt das strukturierte Brainstorming ins Spiel.
Beim strukturierten Brainstorming greifen die Teilnehmer vor der Session auf divergentes Denken zurück, um sich ein paar mögliche Lösungen zu überlegen. In einem strukturierten Meeting werden diese Lösungen dann zusammen mit den Fakten präsentiert, und die Gruppe grenzt sie auf die „richtige“ Lösung ein (durch konvergentes Denken!).
Strukturiertes Brainstorming – Beispielszenarien
Einige Situationen, in denen Sie von einem strukturierten Brainstorming profitieren können, sind:
- Meetings zur Besprechung und Lösung unternehmensstrategischer Probleme
- Entwicklung von Produktmerkmalen zur Lösung bestimmter Kundenprobleme
- Ein Team-Meeting zur Besprechung und Lösung von Kommunikationsproblemen
Warum Teams für beide Brainstorming Techniken offen bleiben sollten
Wir haben uns auf das strukturierte Brainstorming konzentriert (es ist ja nun mal ziemlich gut!), aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es auch eine Zeit und einen Ort für das spontane Brainstorming gibt. Jede Brainstorming Technik hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Wenn Sie ein Problem beurteilen, sollten Sie sowohl spontanes als auch strukturiertes Brainstorming in Betracht ziehen. Welche Methode ist für Ihre Bedürfnisse besser geeignet? Vielleicht ist es ja eine Mischung aus beiden – probieren Sie beide Brainstorming Methoden aus und finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert! Sie können alternativ auch das spezialisierte online Brainstorming Tool von Lucid verwenden, um Ihre Brainstorming-Sitzungen noch effizienter zu gestalten.