2. Barrierefreiheit
Gutes Design sollte für alle funktionieren. Dazu gehören auch Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen. Berücksichtigen Sie zum Beispiel die 8% der Männer, die farbenblind sind. Auch wenn das wie ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung erscheinen mag, entspricht es tatsächlich über 26 Millionen amerikanischen Männern.
Indem Sie in Ihren UX-Praktiken die Standards für Barrierefreiheit einhalten, erhöhen Sie die Anzahl der Menschen, die mit Ihrem Produkt oder Ihrer Website interagieren können. Letztendlich geht es darum, sich in Ihre Zielgruppe hineinzuversetzen. Wenn Sie Ihre Website gestalten, überprüfen Sie deren Barrierefreiheit mit online verfügbaren Bewertungstools. Sie erhalten eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen, mit denen Sie die Barrierefreiheit Ihrer Website optimieren können.
3. Konsistenz
Konsistenz ist ein zentraler Grundsatz der Best Practices für UI/UX. Designkonsistenz begrenzt Verwirrung, schafft Vertrauen und stärkt Ihre Marke. Wenn Ihr UX-Design konsistent ist, lernen die Nutzenden, wie sie schneller in Ihrer Benutzeroberfläche navigieren können, und können ihre Aufgaben mit weniger Ablenkung und Verwirrung ausführen.
Wenn Sie diese UX-Praxis auf Ihr Design anwenden, konzentrieren Sie sich auf diese Schlüsselelemente:
- Visuelle Konsistenz – Dazu gehören die Schriftarten, Schaltflächen, Farben, Bilder und andere visuelle Elemente, die Sie in Ihrem Produkt- oder Websitedesign verwenden.
- Funktionale Konsistenz – Ähnliche Steuerelemente und Funktionen wirken auf die gleiche Weise, um Vorhersagbarkeit und intuitive Navigation von Seite zu Seite und sogar zwischen Produkten einer Marke zu gewährleisten.
- Sprache und Tonfall – Halten Sie sich an eine einheitliche Sprache und einen einheitlichen Ton in der Art und Weise, wie Sie mit Ihren Nutzenden über Ihr Produkt sprechen. Dies umfasst alles von den Texten auf der Startseite bis hin zu Ihren Fehlermeldungen.
Vertraute Muster – Erfinden Sie das Rad nicht bei jedem UX-Design neu. Nutzende werden mit bestimmten UX-Mustern im gesamten digitalen Raum vertraut sein, also versuchen Sie, diese Muster in Ihr Design einzubeziehen, um das Erlebnis nahtlos zu gestalten.
4. Erstellen Sie eine Sitemap
Niemand möchte sich im Leben oder auf Ihrer Website verirren. Eine Sitemap schafft hier Abhilfe. Eine Sitemap ist ein unverzichtbares Werkzeug für gutes UX-Design. Sie visualisiert die Organisationshierarchie Ihrer Website und zeigt auf, wie die einzelnen Seiten miteinander in Beziehung stehen. Die Erstellung einer Sitemap hilft sowohl Ihnen als auch Ihren Nutzenden, sich auf der Website zurechtzufinden und die richtigen Informationen und Produkte zu finden.
Außerdem können Sie, wenn Sie Ihrer Website etwas hinzufügen möchten, klar erkennen, wo eine neue Seite hingehört. Wenn Sie eine Seite löschen, bleibt sie weiterhin als 404 bestehen, sodass Sie Ihre Weiterleitungen im Auge behalten müssen. Die Pflege einer aktualisierten und gut organisierten Sitemap kann sicherstellen, dass diese Details nicht übersehen werden.
Lucidspark bietet eine kostenlose Website-Flussdiagramm-Vorlage an. Dies ist ein hervorragender Ausgangspunkt.
5. Verwenden Sie klare Navigationstools
Eine klare, konsistente Navigation von Seite zu Seite kann einen großen Unterschied darin machen, wie die Besuchenden Ihre Website erleben. Es sollte einen Sticky Header geben, also eine Navigationsleiste, die von Seite zu Seite am oberen Bildschirmrand an der gleichen Stelle bleibt.
Ihre Nutzenden haben durch die Nutzung von Internet-Produkten über ein Jahrzehnt hinweg bestimmte Verhaltensweisen und Erwartungen entwickelt. So erwarten sie unter anderem eine Suchleiste am oberen Rand Ihrer Seite, geordnete Drop-down-Menüs, die zu Landingpages führen, und eine Anmeldeschaltfläche. Ebenso erwarten Ihre Nutzenden am unteren Rand Ihrer Seite Unternehmensinformationen, Kontaktinformationen und Links zu den Karriereseiten.
6. Klarer Text
Ihre Nutzenden möchten nicht raten müssen, was Sie meinen. Wenn Sie eine Schaltfläche mit „Jetzt einkaufen“ beschriften, erwartet Ihre Nutzenden, dass sie auf eine Produktseite weitergeleitet werden, auf der sie einkaufen können. Wenn auf einer Schaltfläche andererseits „Jetzt beitreten“ steht, haben Ihre Nutzenden wahrscheinlich Fragen: Worum geht es? Warum sollte man beitreten? Gibt es ein Angebot? Wenn Sie für Nutzende schreiben, sollte Ihr Text prägnant, klar und zugänglich sein.
Wenn wir hier von „zugänglich“ sprechen, meinen wir, dass Ihr Text etwa auf dem Niveau der 8. Klasse sein und keine speziellen Kenntnisse erfordern sollte. Eine Fehlermeldung sollte beispielsweise nicht ins Detail gehen, warum eine Seite nicht geladen wird. Sie sollte einfach „Seite kann nicht geladen werden“ lauten.
7. Testen und erneut testen
Usability-Tests sind einfacher als je zuvor. Bevor Sie Ihre Website starten, testen Sie sie in einer Staging-Umgebung, damit Sie keine Live-Website ändern. Verwenden Sie dann Daten, um das Design Ihrer Website kontinuierlich zu verbessern. Möglich sind auch A/B-Tests und Heatmapping sowie die Aufzeichnung von Live-Feedback von Nutzenden, während sie mit Ihrer Website oder Ihrem Produkt interagieren. Passen Sie dann entsprechend den Ergebnissen an und testen Sie erneut.
Ihr Design ist ein lebendiges Kunstwerk, das sich kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern wird, also lassen Sie es nicht zu lange stagnieren.
8. Design im Kontext
Analysieren Sie Ihre Website-Daten, um zu verstehen, wie Ihre Nutzenden mit Ihrem Produkt interagieren. Wenn die Mehrheit Ihrer Nutzenden mobile Geräte verwendet, sollten Sie das Design für die mobile Nutzung priorisieren. Wenn die meisten Ihrer Nutzenden iPhones verwenden, sollten Sie Apple Pay integrieren.
9. Einfach halten
Menschen schätzen Weißraum, da er das Gehirn bei der Informationsverarbeitung unterstützt und die kognitive Belastung verringert. Auch wenn es verlockend ist, komplexe Designs mit aufwendigen Animationen zu erstellen, ist es letztlich am besten, das Design einfach, verständlich und schnell zu halten. Vermeiden Sie farbige Hintergründe oder überladene Textfelder. Halten Sie den Text minimal und die Bilder klar.
In den frühen Phasen des Designs sollten Sie in Betracht ziehen, Low-Fidelity-Mockups zu erstellen, um Ihre Websites oder Anwendungen auf die wichtigsten Designelemente zu reduzieren.
Mit diesen Vorlagen können Sie beginnen.