Wie die Durchführung eines Design-Thinking-Workshops gelingt

Lesedauer: etwa 7 Min.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Design Thinking ist ein strukturierter und zugleich flexibler Problemlösungsansatz, bei dem das Verständnis der Bedürfnisse von Endnutzenden im Mittelpunkt steht.
  • Design Thinking bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine höhere Rentabilität und ein besserer ROI, eine stärkere Kundenbindung sowie eine insgesamt gestärkte Unternehmenskultur.
  • Die fünf Phasen des Design Thinking lauten Verstehen (Empathize), Definieren (Define), Ideen finden (Ideate), Prototypen entwickeln (Prototype) und Testen (Test). Diese Schritte müssen keineswegs streng linear durchlaufen werden.
  • Ein Design-Thinking-Workshop ist eine interaktive Arbeitsphase, in der Teams gemeinsam Lösungen für komplexe Probleme anhand der Design-Thinking-Methode erarbeiten.

Denken Sie an das letzte Problem, das Sie lösen wollten, oder an die letzte Idee, die Sie umzusetzen versuchten. Wie sind Sie dabei vorgegangen? Haben Sie sich die Zeit genommen zu analysieren, warum und wie das Problem überhaupt entstanden ist? Haben Sie die vielfältigen Möglichkeiten untersucht, wie Endnutzende mit Ihrer Idee interagieren könnten?

Falls nicht, ist Ihnen das Konzept des Design Thinking vermutlich noch neu – ein bewährter, kollaborativer Ansatz zur Lösung alltäglicher wie auch organisatorischer Herausforderungen. Tatsächlich belegen Studien immer wieder, dass designorientierte Unternehmen profitabler sind und eine höhere Kundenbindung verzeichnen als solche, die dies vernachlässigen.

Wie fördern Sie also kollaboratives Design Thinking in Ihrem Unternehmen? Ein Design-Thinking-Workshop hilft Ihnen dabei, Ihr Team mit dem Prozess vertraut zu machen und die kreative Problemlösungskompetenz voll zu entfalten.

Was ist Design Thinking?

Mitunter führt eine neue Denkweise oder Herangehensweise an die Arbeit zu enormen Fortschritten bei der Umsetzung von Projekten. Hier kommt Design Thinking ins Spiel: ein strukturierter Problemlösungsansatz, der Teams dabei unterstützt, kontraproduktive Denkweisen abzulegen, die Kreativität und Innovation blockieren. Und dieser Ansatz ist keineswegs nur Designern oder Kreativschaffenden vorbehalten.

Beim Design Thinking stehen die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer stets an erster Stelle. Mit diesem kontinuierlichen Nutzerfokus verlagert sich der Schwerpunkt darauf, Annahmen zu hinterfragen, Problemstellungen neu zu definieren und innovative Lösungen zu identifizieren, die nicht sofort offensichtlich sind. Es handelt sich dabei ebenso um eine Geisteshaltung wie um eine praxisorientierte Arbeitsweise. Betrachten wir die einzelnen Phasen des klar strukturierten Design-Thinking-Prozesses genauer.

Die fünf Phasen des Design Thinking

Es existieren verschiedene Varianten des Design-Thinking-Prozesses. Alle stellen jedoch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt. Die nachfolgenden Phasen basieren auf dem Fünf-Phasen-Modell des Hasso-Plattner-Instituts für Design an der Stanford University (d.school). Beachten Sie, dass dieser Prozess keineswegs zwingend linear verläuft.

Empathize (Einfühlen)

Es ist eine Sache zu erkennen, dass ein Problem besteht – und eine ganz andere, sich in die Lage der betroffenen Personen hineinzuversetzen. Beim Design Thinking dreht sich alles darum, die Zielgruppe genau zu verstehen und echte Empathie für die Nutzenden aufzubauen. Auf diese Weise entsteht ein Produkt oder eine Lösung, die den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe wirklich gerecht wird.

Define (Definieren)

Welches Problem möchten Sie konkret lösen? Warum besteht dieses Problem überhaupt? Wie nehmen die Betroffenen das Problem wahr? Wie könnte eine Lösung aussehen? Sobald Sie das Kernproblem identifiziert und aus Sicht der Nutzenden verstanden haben, können Sie Leitplanken setzen und die nächsten Schritte klar definieren.

Ideate (Ideen finden)

Nachdem das Problem definiert ist, untersuchen Sie die Fragestellung gemeinsam im Team, um bestehende Annahmen über mögliche Lösungswege kritisch zu hinterfragen. Indem Sie sich Zeit für die strukturierte Ideenfindung nehmen, entwickeln Sie wirkungsvollere – oder sogar bahnbrechende – Konzepte.

Prototype (Prototypen entwickeln)

Nur durch praktische Überprüfung erfahren Sie, ob Ihre Hypothese zutrifft. Beginnen Sie mit Skizzen, Prototypen und ersten Umsetzungen. Während des Erstellungsprozesses kann es erforderlich sein, vorherige Phasen erneut zu durchlaufen. Das ist völlig normal. Vertrauen Sie dem Prozess und bleiben Sie flexibel.

Test (Testen)

Einfach drauflos zu bauen und erst im Nachhinein Fragen zu stellen, ist selten der richtige Ansatz. Verschiedene Perspektiven von Beginn an einzubinden, kann Prozesse anfangs zwar verlangsamen, führt letztlich jedoch zu fundierteren und inklusiveren Produkten. Echten Mehrwert schaffen Sie bei Ihren Entwicklungen jedoch nur, wenn Sie Ihre Ideen kontinuierlich testen und optimieren.

Was ist ein Design-Thinking-Workshop?

Ein Design-Thinking-Workshop bietet funktionsübergreifenden Teams den idealen Rahmen, um Design Thinking praxisnah anzuwenden und komplexe geschäftliche Herausforderungen gemeinsam zu lösen. So versetzen sich alle Beteiligten gemeinsam in die Lage der Endnutzenden, um wirkungsvolle Lösungen zu erarbeiten.

Im Verlauf des Workshops durchlaufen die Teilnehmenden das Design-Thinking-Framework anhand gezielter Übungen. Hier sind einige Beispiele, wie dies in der Praxis aussehen kann:

  • Empathize: Teams können Empathy Maps oder User Personas erstellen, um die Gedanken, Handlungen und Gefühle von Kundinnen und Kunden bei einem konkreten Problem visuell darzustellen.

  • Define: Das Team identifiziert die eigentliche Ursache des Problems und formuliert eine präzise Problemstellung als Fundament für die gesamte weitere Sitzung.

  • Ideate: Mithilfe unterschiedlicher Methoden wie Crazy Eights oder Brainwriting generiert das Team möglichst viele Lösungsansätze, um anschließend die erfolgversprechendste Option auszuwählen.

  • Prototype: In gemeinsamer Arbeit erstellt die Gruppe ein einfaches Modell bzw. einen Low-Fidelity-Prototyp ihrer Idee.

  • Test: Einige Teammitglieder schlüpfen in die Rolle der Nutzenden und testen die Interaktion mit dem Prototyp, während andere aufmerksam beobachten. Gemeinsam lässt sich so rasch ermitteln, was funktioniert und wo Nachbesserungsbedarf besteht, um die Lösung vor der finalen Umsetzung iterativ zu optimieren.

Vorteile eines Design-Thinking-Workshops

Ganz gleich, ob Sie im Designbereich tätig sind oder nicht: Die Integration von Design Thinking in Ihre Problemlösungsprozesse verhilft Ihnen zu tragfähigen, nutzerzentrierten Lösungen, die Produkteinführungszeiten verkürzen, die Kundenbindung stärken, Kosten senken und den ROI nachhaltig steigern. Neben diesen messbaren geschäftlichen Vorteilen wirkt sich der Ansatz auch nachhaltig positiv auf die Unternehmenskultur aus.

Eine Kultur kreativer Problemlösung etablieren

Problemlösungskompetenz ist sowohl im Berufsalltag als auch im täglichen Leben unverzichtbar. Design Thinking unterstützt Ihr Team dabei, diese Fähigkeiten systematisch auszubauen und auf unterschiedlichste Herausforderungen sicher anzuwenden.

Aus anfänglichen Rückschlägen langfristige Erfolge machen

Da Design Thinking von Grund auf flexibel und iterativ angelegt ist, ermöglicht es schnelles Lernen aus Fehlern. Dadurch verhindern Sie, dass unausgereifte Konzepte mit hohem Aufwand fertiggestellt werden, nur um am Ende an unvorhergesehenen Hürden zu scheitern.

Innovation und Teamwork fördern

Das Wesen des Design Thinking liegt darin, Zusammenarbeit und Denken über den Tellerrand hinaus aktiv zu fördern. Der strukturierte Ablauf ermutigt alle Teammitglieder unabhängig von Hierarchiestufen, frische Ideen einzubringen – das baut Gruppendenken ab und treibt Innovationen voran.

Einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil aufbauen

Ein Design-Thinking-Workshop liefert oft richtungsweisende Konzepte und Lösungen, die Ihrem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

So führen Sie einen Design-Thinking-Workshop erfolgreich durch

Nachdem die Grundlagen geklärt sind, geht es an die praktische Umsetzung. Wie gestalten Sie die Durchführung eines Design-Thinking-Workshops am effektivsten? Hier sind praxiserprobte Tipps für Sie zusammengestellt.

Ziele klar definieren

Welche konkreten Ergebnisse möchten Sie mit dem Workshop erzielen? Definieren Sie die angestrebten Zielsetzungen vorab präzise, bevor Sie den Termin in die Kalender der Beteiligten einstellen.

Das Problem eingrenzen und den Rahmen festlegen

Werden Sie so konkret wie möglich. Ein weit gefasstes Ziel wie die Erneuerung der Firmenkultur klingt zwar ambitioniert, ist der Rahmen jedoch zu weit gesteckt, lassen sich kaum greifbare, erreichbare Etappenziele formulieren.

Eine Agenda für den Design-Thinking-Workshop erstellen

Nichts bringt einen Workshop schneller aus dem Takt als eine fehlende Agenda. Erstellen Sie einen detaillierten Ablaufplan und fügen Sie ihn direkt der Einladung bei, damit sich alle Teilnehmenden zielgerichtet auf die einzelnen Abschnitte vorbereiten können. Genau wie die Design-Thinking-Methode selbst darf auch die Tagesordnung flexibel angepasst werden; klare Etappenziele sind jedoch unerlässlich, um den Zeitplan einzuhalten. Unsere kostenlose Vorlage für Meeting-Agenden bietet Ihnen einen einfachen und schnellen Einstieg.

Kostenlose online Vorlage einer Meeting Agenda
Diese Vorlage für Meeting-Agenden unterstützt Sie bei der vorausschauenden Planung, fördert die Zusammenarbeit und maximiert die Effizienz Ihrer Sitzung.
Diese Agenda-Vorlage ist für alle Lucid-Nutzenden kostenlos verfügbar.

Alle erforderlichen Materialien bereitstellen und teilen

Teilen Sie alle relevanten Hintergrundinformationen bereits im Vorfeld der Sitzung – entweder direkt in der Agenda oder über Ihre gewohnten Teamkanäle. Wenn Sie den Workshop virtuell durchführen, erleichtert eine intuitive Plattform für visuelle Zusammenarbeit wie Lucidspark den aktiven Austausch – standortunabhängig und in Echtzeit.

Mit Warm-up-Übungen in den Design-Thinking-Workshop starten

Vor einem intensiven Training wärmt man sich auf. Das gilt genauso, wenn Sie Ihr Team auf einen produktiven, kollaborativen Design-Thinking-Workshop einstimmen. Wählen Sie einen passenden Icebreaker oder ein kurzes Kennenlernspiel, um die Beteiligung von Beginn an zu aktivieren. Lucidspark bietet zahlreiche kollaborative Teamübungen, die sich auch hervorragend asynchron bearbeiten lassen. Kreative Übungen für den Design-Thinking-Workshop bringen Ihr Team optimal auf Touren für einen produktiven Ideensprint.

Eine Vorlage für Design-Thinking-Workshops in Lucidspark nutzen

Nutzen Sie ein Lucidspark-Board, um während des Workshops strukturiert Notizen festzuhalten und unmittelbar Feedback einzuholen. Setzen Sie auf diese praxiserprobte Vorlage, um wertvolle Zeit zu sparen und Ihre Arbeitssitzung maximal wirkungsvoll zu gestalten.

Mit unserer Vorlage für Design-Thinking-Workshops gestalten Sie die Durchführung einer Design-Thinking-Session mühelos und gewinnen ein fundiertes Verständnis für Ihre Kundschaft.
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Zeit für gemeinsame Reflexion einplanen

Planen Sie am Ende des Workshops ausreichend Zeit ein, um den Verlauf Revue passieren zu lassen, die erzielten Ergebnisse zu bewerten und die gemeinsamen Erfolge zu würdigen. Unsere Vorlage für eine Reflexionsrunde zum Meeting führt Ihr Team in wenigen Minuten strukturiert durch diesen Abschluss.

Sobald Ihr Team mit den Prinzipien des Design Thinking vertraut ist, können Sie solche Workshops jederzeit einberufen, wenn sich neue geschäftliche Herausforderungen stellen. Das Resultat ist ein kollaborativerer, innovativerer Problemlösungsansatz – und ein hochmotiviertes Team.

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Über Lucid

Lucid Software ist führend in den Bereichen visuelle Zusammenarbeit und Arbeitsbeschleunigung und unterstützt Teams dabei, die Zukunft zu antizipieren und zu gestalten, indem Ideen in die Realität umgesetzt werden. Zu seinen Produkten gehören die Visuelle Kollaborationssuite von Lucid (Lucidchart und Lucidspark) und airfocus. Die Visuelle Kollaborationssuite von Lucid, kombiniert mit leistungsstarken Acceleratoren für Cloud und Prozesstransformation, befähigt Unternehmen, die Arbeit zu optimieren, die Ausrichtung zu fördern und die Geschäftstransformation im großen Maßstab voranzutreiben. airfocus, eine KI-gestützte Produktmanagement- und Roadmap-Plattform, erweitert diese Fähigkeiten, indem sie Teams dabei unterstützt, Arbeiten zu priorisieren, Produktstrategien zu definieren und die Umsetzung mit Geschäftszielen in Einklang zu bringen. Es ist die am häufigsten von den Fortune 500 genutzte Work-Acceleration-Plattform und mehr als 100 Millionen Nutzende in Unternehmen weltweit, darunter Google, GE und NBC Universal, vertrauen auf die Lösungen von Lucid. Lucid kooperiert mit führenden Unternehmen wie Google, Atlassian und Microsoft und hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte, sein Wachstum und seine Unternehmenskultur erhalten.

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