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User Story Mapping von A bis Z

Lesedauer: etwa 8 Min.

Themen:

  • Produktentwicklung

Kernaussagen

 

  • Das User Story Mapping unterteilt die User Storys in einzelne Aktionen und Verhaltensweisen, sodass Sie leicht erkennen können, welche Features und Funktionen entwickelt oder aktualisiert werden müssen, um die Bedürfnisse der Nutzenden zu erfüllen.

  • Das User Story Mapping bietet viele Vorteile, z. B. das Aufzeigen von Hindernissen, die Förderung ständiger Verbesserungen und die Sicherstellung der Einheit des Teams.

  • Der Prozess des User Story Mapping umfasst das Verstehen der Nutzenden, die Identifizierung des Problems, das Mapping von User Storys und Aktivitäten, deren Priorisierung, die Identifizierung von Hindernissen und die anschließende Planung des Sprints.

Für jedes Entwicklungsteam sollte der Endnutzer im Vordergrund stehen. Indem Sie die Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzenden vorhersehen, können Sie ihr Erlebnis verbessern und die weitere Nutzung Ihres Produkts fördern. Aber wie bewerkstelligt man das? 

Das User Story Mapping könnte die Antwort darauf sein. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie User Story Maps erstellen und mit ihnen ein effektiveres Nutzererlebnis planen. 

Legen wir los!

Was ist eine User Story?

Eine User Story ist eine kurze, einfache Beschreibung einer Produktfunktion aus der Perspektive der Person, die die neue Funktion nutzen möchte, in der Regel ein Benutzer oder Kunde. 

Eine User Story folgt typischerweise diesem Schema: 

Als [Nutzertyp] möchte ich [Aktion/Funktion] ausführen, um [Nutzen zu erlangen].

Eine User Story könnte beispielsweise lauten: „Als E-Mail-Nutzer bzw. E-Mail-Nutzerin möchte ich meine E-Mails nach Stichworten durchsuchen können, um die gesuchten Informationen schnell zu finden.“

Kostenlose User Story Vorlage zum anpassen
Nutzen Sie diese leere Vorlage für User Storys, um organisiert zu bleiben, während Sie überlegen, wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Nutzenden am besten erfüllen können. Klicken Sie auf das Bild, um mit der Onlinebearbeitung zu beginnen.

Was ist User Story Mapping?

User Story Mapping visualisiert User Storys und zeigt, wie Nutzende mit einem Produkt interagieren und wie diese Bedürfnisse innerhalb eines Sprints erreicht werden können. Produktmanagerinnen und Produktmanager verlassen sich auf User Storys als Kompass, um alle während der Entwicklung auf dem richtigen Weg zu halten. Produktionsmitglieder nutzen User Story Mapping, um zu verstehen, was die Nutzenden vom Produkt erwarten und wie sie mit dem Produkt interagieren oder es nutzen möchten. Auf diese Weise bietet User Story Mapping eine Alternative zu einer einfachen Produktbacklog-Liste und bietet ein dynamischeres visuelles und strategisches Werkzeug für die Produktplanung und -entwicklung. 

Wie Sie im folgenden Beispiel einer User Story Map sehen können, zerlegt das User Story Mapping die User Story in die einzelnen Aktivitäten und Verhaltensweisen der Nutzenden. Dadurch ist leicht zu erkennen, welche Features und Funktionen entwickelt oder aktualisiert werden müssen, um die Bedürfnisse der Nutzenden zu erfüllen. Indem diese Schritte als Aktivitäten der Nutzenden und Aufgaben visualisiert werden, können Entwicklerinnen und Entwickler den Workflow der Nutzenden leichter abbilden und ihre Arbeit entsprechend priorisieren.

Beispiel für User Story Mapping
Beispiel für User Story Mapping

Der kundenorientierte Ansatz von User Story Mapping führt zu zufriedeneren Kundinnen und Kunden, da das Entwicklungsteam von Anfang an ihre Bedürfnisse berücksichtigt.

Warum Story Mapping verwenden?

User Story Mapping bietet die folgenden Vorteile, um Teams bei der Entwicklung vom Produkten oder Dienstleistungen zu unterstützen, die den Nutzenden gefallen.

  • Priorisierung der Arbeit: Da das User Story Mapping den Teams eine ganzheitliche Sicht auf das Erlebnis der Nutzenden bietet, können die Teammitglieder die wesentlichen Aufgaben leicht identifizieren und die Arbeit in Sprints oder Releases organisieren.

  • Bestimmt die richtigen Anforderungen: Ohne klare Anforderungsbeschränkungen kann der Backlog schnell anwachsen. Das Erstellen eines Storyboards bestimmt die richtige Größe für die Produktanforderungen und ermöglicht es Ihnen dann, große Projekte in die richtige Größe für Ihre Teams zu unterteilen.

  • Legt den Schwerpunkt auf den Wert für die Nutzenden: Indem das Entwicklungsteam die Story aus der Sicht der Nutzenden erstellt, erkennt es, wie die Nutzenden mit dem Produkt interagieren und welche Anforderungen erfüllt werden müssen, um diese Interaktionen zu erleichtern.

  • Zeigt Hindernisse und Abhängigkeiten auf: Das User Story Mapping zeigt Risiken, Probleme und Abhängigkeiten auf, indem es einen Überblick auf hoher Ebene über das Produkt gibt. Das Mapping spart Zeit, da es den Teams hilft, potenzielle Probleme zu erkennen und zu lösen, bevor sie entstehen.

  • Stellt die Einheit des Teams sicher: Wie der Name schon sagt, wird mit dem User Story Mapping eine Karte erstellt, auf die sich das Team einigt und der es während des gesamten Builds folgt. Das Team kann jederzeit auf die Karte zurückgreifen, wenn es unsicher ist, wie es weitergehen soll.

  • Ermöglicht eine ständige Verbesserung: Eine gut definierte User Story Map gruppiert Storys nach Priorität, die wiederum in Iterationen aufgeteilt werden können, um in einem früheren Stadium des Prozesses Feedback zu sammeln und im weiteren Verlauf des Projekts Verbesserungen vorzunehmen.

Wer ist am User Story Mapping beteiligt?

Es gibt keine feste Regel, wer am User Story Mapping beteiligt sein muss, da dies weitgehend vom Projekt und dem daran arbeitenden Team abhängt. Im Allgemeinen ist es jedoch sinnvoll, bei der Überlegung, wer an der User Story Map mitarbeiten sollte, die folgenden Personen und Teams zu berücksichtigen:

  • UX/UI

  • Produktmanagerinnen bzw. Produktmanager

  • Vertriebsteams

  • Marketing

  • Kundendienst- und Supportteams

  • Ingenieurteams

  • IT

  • Rechtsabteilung

  • Finanzteams

Wie man eine User Story Map erstellt

Um den Prozess des User Story Mapping zu beginnen, legt das Entwicklerteam zunächst das Format der Story Map fest. In Lucid können Sie eine Vorlage für das User Story Mapping anpassen oder Post its verwenden, um in Echtzeit zusammenzuarbeiten und die spezifischen User Storys Ihrer Marke an einem gemeinsamen Ort zu dokumentieren.

Richten Sie sich beim Schreiben einer klaren und hilfreichen User Story nach den folgenden Schritten:

In Line Story Mapping

1. Ihre Nutzenden verstehen

Wen sehen Sie als Hauptzielgruppe für Ihr Produkt? Auch wenn es verschiedene Nutzertypen geben mag, sorgt die Identifizierung der Hauptzielgruppen dafür, dass die Entwicklung auf dem richtigen Weg bleibt und ein erfolgreiches Produkt entsteht. 

Fokusgruppen und A/B-Tests können Einblicke darin geben, was Ihre Nutzenden bei der Interaktion mit Ihrem Produkt tun. Bei der Planung eines neuen Projekts sollten Sie sich frühere Ergebnisse sowie Branchenforschung anschauen, um sicherzustellen, dass Sie die Nutzenden an erste Stelle setzen.

2. Das Problem identifizieren

Welches Problem löst Ihr Service oder Produkt für die Kundinnen und Kunden? Stellen Sie sich in diesem Schritt vor, wie die Endnutzerinnen und Endnutzer das Produkt erleben werden. Falls Sie nicht wissen, wie Sie diese Information vermitteln sollen, denken Sie an das zuvor genannte Format: „Als Nutzende bzw. Nutzender möchte ich [die Aktion] ausführen, damit [der Nutzen] eintritt.“

3. Nutzeraktivitäten kartieren

Die Interaktion mit Ihrem Produkt erfolgt in Form von Nutzeraktivitäten. Diese Aktivitäten dienen als Ankerpunkte beim Erstellen Ihrer User Story Map. Unter jeder Aktivität bildet eine Reihe von User Storys die übergeordnete Customer Journey ab. 

4. Priorisieren 

Nachdem Sie die Nutzeraktivitäten und die zugehörigen User Storys identifiziert und abgebildet haben, kann das Produktionsteam mit der Priorisierung der User Storys beginnen. Ordnen Sie die Storys vertikal nach ihrer Wichtigkeit, damit das Produktionsteam versteht, welche Storys den größten Einfluss auf die Customer Journey haben. 

5. Hindernisse identifizieren

Während die User Story Map Form annimmt, kann das Team Bereiche mit fehlenden Informationen, Engpässe oder andere Probleme erkennen, die die Produktion verlangsamen könnten. Nutzen Sie diesen Schritt, um Lösungen und Workarounds zu finden.

6. Den Sprint planen

Die gesamte Kartierungsarbeit gipfelt in der Projektplanungsphase. Nachdem Nutzeraktivitäten und Storys priorisiert wurden, können sie in Sprints aufgeteilt werden, in denen jedes Stück der User Story Map einem Mitglied des Produktionsteams zugewiesen wird, mit einer klaren Erklärung, wie es fertiggestellt werden soll.

Herausforderungen bei User Story Maps (und wie Sie diese bewältigen können)

Stoßen Sie auf Probleme? Hier sind einige häufige Herausforderungen im Zusammenhang mit User Story Maps sowie einige Tipps zu deren Bewältigung.

  • Ihre Karte ist entweder zu allgemein oder zu detailliert: Bei den Details sollte Sie auf ein gutes Mittelmaß setzen. Wenn Ihr Team nicht an einem Strang zieht, fehlen möglicherweise Details, und Sie sollten mehr hinzufügen, bis alle auf dem gleichen Stand sind. Wenn Ihr Team verwirrt ist, sind die Schritte zu detailliert. Verwenden Sie unkomplizierte Sprache, um das Risiko zu minimieren, zu detailliert zu werden.

  • Sie kennen Ihre Nutzenden nicht: Wenn Sie nicht wissen, wer Ihre Nutzenden sind, können Sie keine Karte für sie erstellen. Nutzen Sie demografische Daten, um zu verstehen, wer Ihr Produkt verwendet.

  • Ihre Karte ist veraltet: Durch die Erstellung einer Karte in einer Cloud-Umgebung können Sie diese jederzeit und überall problemlos aktualisieren.

  • Sie wissen nicht, warum Ihr Produkt existiert: Das ist ein großes Problem. Wenn Sie nicht wissen, welches Problem Ihr Produkt löst, können Sie keine User Story Map erstellen, um herauszufinden, wie Sie es lösen können.

Nächste Schritte nach dem User Story Mapping

Nach Abschluss der User Story Mapping-Übung überprüfen die relevanten Stakeholderinnen und Stakeholder in der Regel die zugeordneten Aktivitäten und Storys. Bedenken Sie, dass nichts in Stein gehauen ist; Änderungen können und sollten je nach Bedarf vorgenommen werden. Nachdem sich alle beteiligten Parteien auf eine endgültige User Story Map geeinigt haben, kann das Produktionsteam mit der Entwicklung beginnen.

Um zu beginnen, können Sie eines der folgenden Diagramme und Prozesse nutzen:

  • Bereitstellung von Qualitätsfunktionen: Entwickeln Sie mit dieser Methodik einen Rahmen, der sich auf die Erfüllung der Kundenbedürfnisse konzentriert.

  • Produkt-Backlog: Schauen Sie sich an, was Sie an Projekten in der Pipeline haben, und bestimmen Sie die Prioritätsebenen.

  • Produkt-Roadmap: Was sind Ihre Produktziele für die Zukunft?

  • Scrum- oder Kanban-Boards: Visualisieren Sie, welche Mitarbeitenden für welche Aufgaben zuständig sind, und verdeutlichen Sie, was in Arbeit, fertig und noch zu tun ist.

  • Customer Journey Mapping: Schauen Sie sich die Customer Journey genauer an, um fundierte Entscheidungen für das Produkt oder das gesamte Unternehmen zu treffen.

User Story Mapping ist eine nützliche Methode, um zu visualisieren, welche Arbeiten zuerst ausgeführt werden müssen, um das effektivste Endprodukt zu erstellen. Die Endnutzerin bzw. der Endnutzer steht während des gesamten Prozesses im Mittelpunkt, wobei der Schwerpunkt auf mehreren Iterationen und der Einbeziehung von Feedback liegt. Eine effektive User Story Map ist flexibel und kann aktualisiert werden, wenn sich die Projektanforderungen ändern oder neue Stakeholderinnen und Stakeholder hinzukommen. 

Und da haben Sie es! Hier ist Ihr Leitfaden für den Einstieg in das User Story Mapping.

Erfahren Sie, wie Lucid das User Story Mapping erleichtert.

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Über Lucid

Lucid Software ist führend in den Bereichen visuelle Zusammenarbeit und Arbeitsbeschleunigung und unterstützt Teams dabei, die Zukunft zu antizipieren und zu gestalten, indem Ideen in die Realität umgesetzt werden. Zu seinen Produkten gehören die Visuelle Kollaborationssuite von Lucid (Lucidchart und Lucidspark) und airfocus. Die Visuelle Kollaborationssuite von Lucid, kombiniert mit leistungsstarken Acceleratorn für Geschäftsagilität, Cloud und Prozesstransformation, befähigt Unternehmen, die Arbeit zu optimieren, die Ausrichtung zu fördern und die Geschäftstransformation im großen Maßstab voranzutreiben. airfocus, eine KI-gestützte Produktmanagement- und Roadmap-Plattform, erweitert diese Fähigkeiten, indem sie Teams dabei unterstützt, Arbeiten zu priorisieren, Produktstrategien zu definieren und die Umsetzung mit Geschäftszielen in Einklang zu bringen. Es ist die am häufigsten von den Fortune 500 genutzte Work-Acceleration-Plattform und mehr als 100 Millionen Nutzende in Unternehmen weltweit, darunter Google, GE und NBC Universal, vertrauen auf die Lösungen von Lucid. Lucid kooperiert mit führenden Unternehmen wie Google, Atlassian und Microsoft und hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte, sein Wachstum und seine Unternehmenskultur erhalten.

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