Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, dass sich zahlreiche Softwareteams auf der ganzen Welt für die Scrum Methode entschieden haben. Wenn es eine Sache gibt, über die man sich branchen- und abteilungsübergreifend einig ist, dann ist es folgende: Niemand mag unnötige Meetings. Die Scrum Methode erfordert jedoch eine Vielzahl von Besprechungen.
Der springende Punkt: Keines der Scrum Meetings ist unnötig. Als agiles Framework stützt sich Scrum auf häufige persönliche Kommunikation, um kurze Arbeitszyklen zu fördern. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Formen von Scrum Meetings und erläutern, warum sie für den Scrum Prozess unerlässlich sind.
Was bedeutet „Agile“?
Bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, möchten wir Ihnen zunächst einige allgemeine Informationen zu Scrum geben. Wie bereits erwähnt, ist Scrum ein agiles Framework: Doch was bedeutet das genau?
In den letzten zwanzig Jahren hat sich die agile Softwareentwicklung zur Norm in der Welt der Softwaretechnik entwickelt. Die agile Methode wurde sogar in anderen Branchen und Bereichen übernommen. Manche mögen sie, manche hassen sie – eines lässt sich jedoch nicht leugnen: Die agile Methodik ist unglaublich populär. Wenn Sie es also nicht bereits getan haben, sollten Sie sich in jedem Fall mit ihren Grundlagen vertraut machen.
Sehen wir uns nun an, worum es bei „Agile“ genau geht. Obwohl Agilität oft als eine Methode beschrieben oder verstanden wird, bei der es darum geht, Aufgaben zu erledigen – also als schrittweiser Prozess –, handelt es sich in Wirklichkeit um ein Rahmenwerk für die Art und Weise, wie Sie an Ihre Arbeit herangehen und diese betrachten. Dieses Rahmenwerk und seine Leitprinzipien werden im Manifest für agile Softwareentwicklung dargelegt. Der Begriff der Agilität ist keine spezifische Methode, sondern ein Oberbegriff. Und unter diesen Oberbegriff fallen verschiedene agile Methoden (z. B. Scrum und Kanban, dazu aber später mehr).
Bei der herkömmlichen Softwareentwicklung sind Entwicklungsteams oft bestrebt, ein Produkt auf einen Schlag fertigzustellen. Das Problem dabei ist jedoch, dass ein solcher Schlag in der Regel Monate in Anspruch nimmt.
Teams, die die agile Methodik anwenden, arbeiten dagegen in kurzen Intervallen, die Sprints genannt werden. Die Länge der Sprints variiert je nach Team, ein Standardsprint dauert jedoch zwei Wochen. Während dieser Sprints widmen sich die Teams bestimmten Aufgaben, analysieren den Prozess und arbeiten dann daran, jeden nachfolgenden Sprint zu verbessern. In erster Linie geht es darum, ein funktionierendes Produkt zu schaffen, das dann in nachfolgenden Sprints schrittweise verfeinert und verbessert wird.
Arten von agilen Framework
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der agilen Softwareentwicklung nicht um eine schrittweise Methode, sondern um ein Mindset und einen Ansatz. Dabei gibt es zahlreiche Methoden und Rahmenwerke, die unter den Oberbegriff der Agilität fallen. In diesem Abschnitt werden wir uns kurz mit zwei der bekanntesten agilen Rahmenwerke befassen: Scrum und Kanban.
Ein wesentliches Merkmal der Scrum Methode ist der Schwerpunkt auf Kollaboration im Team und Entscheidungsfindung. Aufgaben und Projekte werden in zweiwöchige Scrum-Sprints aufgeteilt. Zu Beginn eines jeden Scrum-Sprints kommt das gesamte Team in einem Scrum-Meeting zusammen, um gemeinsam Ziele festzulegen und Aufgaben untereinander aufzuteilen. Während jedes Sprints treffen sich die Scrum Teams weiterhin regelmäßig, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Die Aufgaben des jeweiligen Sprints werden dann auf einem Scrum Board festgehalten. Dabei kann es sich entweder um ein physisches Whiteboard oder ein virtuelles Scrum Board handeln. Das Board wird in drei (manchmal auch mehr) Spalten unterteilt: „Zu erledigen“, „In Bearbeitung“ und „Abgeschlossen“. Die Aufgaben, die in Form kleinerer Karten dargestellt sind, werden auf die entsprechenden Spalten aufgeteilt.